Studium und Lehre

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022

(Post-)osmanische Städte als Erinnerungsorte: Ereignisse, Akteure, Narrative

(Hauptseminar Neuzeit und Hauptseminar im Längsschnitt)

Worum geht's?

Ausgehend von Fallbeispielen verschiedener Städte im (post-)osmanischen Raum – darunter Istanbul, Izmir, Ankara, Thessaloniki, Beirut und Aleppo – nimmt das Hauptseminar die spannungsvolle Übergangsperiode zwischen osmanischem Reich und post-imperialen Zusammenhängen in den Blick. Der Zeitraum zwischen ca. 1876 bis 1923 ist dabei von tiefgreifenden Transformationsprozessen geprägt, die sich auch im urbanen Raum niederschlagen: Städte wachsen und verändern ihr Stadtbild rasant, sie sind umkämpfter Herrschaftsraum, Sehnsuchtsort oder auch Brennpunkt gesellschaftlicher Konflikte und Verwerfungen. Soziale, religiöse und demographische Zusammensetzungen städtischer Räume sind von jeher plural, verändern sich jedoch im Untersuchungszeitraum nachhaltig durch Migration, Flucht und Vertreibung. Das Seminar geht den sich ergebenden Konfliktlinien nach, dabei kommen insbesondere Methoden aus dem Feld der Biographie- und Erinnerungsforschung zum Einsatz. An die einzelnen Städte nähern wir uns jeweils exemplarisch über Wahrnehmungen und Erinnerungen ihrer Bewohner:innen an. Teilnehmende stellen im Verlauf des Seminars ein selbstgewähltes Fallbeispiel vor und können dabei eigene Interessen und Vorkenntnisse (z.B. spezifische Sprachkenntnisse) einbringen.

Wann und wie?

Die Veranstaltung findet im Blockformat an zwei ganztägigen Terminen am 07.05.22 und 09.07.22 statt. Dazwischen liegt eine Selbstlernphase zur vertiefenden Lektüre und zur Vorbereitung eigener Beiträge, der Austausch findet über den LMS-Kurs zum Seminar statt.

Gute Englischkenntnisse sind für die Lektüre und ein für den zweiten Seminarblock geplantes Expertengespräch von Vorteil. Kenntnisse in türkischer oder arabischer Sprache werden nicht vorausgesetzt.

Der benotete Leistungsnachweis wird durch eine schriftliche Hausarbeit erworben. Eine aktive Teilnahme wird durch Referate und schriftliche Arbeitsaufträge im Rahmen der Lektüre nachgewiesen.

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Kleingruppe: Grundlagen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft

(Kurs C)

Worum geht's?

Geschichte als Wissenschaft bemüht sich darum, die vergangenen Ereignisse zu (re)konstruieren und zu deuten. Es werden Fragestellungen und Methoden benötigt, um die wenig oder gar nicht strukturierte Überlieferung (Quellen) in Sinnzusammenhänge zu überführen. In der Übung werden in Auswahl Methoden und Konzepte vorgestellt und diskutiert, die in der Geschichtswissenschaft angewendet werden, um aus der Überlieferung Geschichtsdarstellungen zu machen.

Lesen und diskutieren Sie mit!

Wann und wie? Dienstag, 14:15 - 15:45, in Präsenz

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